Du findest Tattoos schön, hast aber keine Ahnung was für ein Motiv zu Dir passen würde?

Eine Stilfrage für das Tattoo

Sicher hast du dir schon unzählige Tattoos angesehen. Live an Freunden und Bekannten, oder im Internet. Dabei ist dir sicher aufgefallen, dass es unterschiedlichste Tätowierstile gibt und viele Tätowierer ihre eigene Handschrift haben. Bunte asiatische Motive, traditionelle Arbeiten, Old School, realistisches in Farbe oder schwarz/grau sowie abgedrehte New School Arbeiten, oder ganz abstrakte Stile und sogenanntes Trash Polka. Fast jedes Motiv würde im jeweiligen Stil ganz anders aussehen: mal detailverliebt, mal wuchtig plakativ oder ganz zart gestochen oder aufs Rudimentärste abstrahiert – oder gar comic-artig wie ein Sticker.

“Wer seinen Lieblingsstil findet, findet auch schnell tolle Motiv-Möglichkeiten.”

Eine Stilfrage für den Tätowierer

Mit deinem perfekten Tattoostyle an der Hand fehlt zur Not eigentlich nur noch der richtige Tätowierer. Selbternannte Allrounder, die vermeintlich jeden Stil bedienen, sind meist nicht in der Lage auch jeden Stil gut umzusetzen. Besonders für wirklich traditionelle, oder asiatische Arbeiten sollte ein Tätowierer sich spezialisiert haben, sonst gibt es ihm Höchstfall am Ende ein Tattoo, dass deinem Wunschstil bloß ähnlich, jedoch letztlich maximal halbgar ist. Ein spezialierter Tätowierer kann dir des Weiteren schneller mal grob etwas skizzieren, um dir eine Idee seiner Vorstellung zu vermitteln. Tätowierer, welche selbst gar nicht zeichnen, sind zudem nicht in der Lage auf spezielle Wünsche einzugehen, oder zu improvisieren wenn es mal von Bedarf ist.

Sitting alone
Beautiful surfing

Die richtige Körperstelle fürs Tattoo

Butter bei die Fische: manch ein Motiv passt einfach nicht auf jede Körperstelle. Die Wahl der Körperstelle spielt für die Motivfindung seitens des Tätowierers eine Hauptrolle. Köpfe auf dem Oberarm, die nach hinten gucken?! Nehmt schnell reißaus! Winzige Rosen auf dem Oberarm durchtrainierter Männer? Sowas macht man einfach nicht (mehr!). Auch gibt es, gerade für Tattoo-Neulinge und Interessierte, einige Körperstellen, die sich fürs erste Tattoo nicht sonderlich gut empfehlen, da sie einfach schmerzhafter sind, oder sich für die Wahl des Wunschberufs hinderlich sein könnten. Auch ist das allererste Tattoo auf der Schulter nicht empfehlenswert – ihr seht es selbst ja niemals; außer auf Fotos. Euer Tätowierer kann euch am besten beraten, wie welches Motiv optimal und dem eigenen Körper schmeichelnd angelegt und platziert werden kann.

Tattoos und ihre Bedeutungen

Nein, ein Tattoo muss keinerlei persönliche Bedeutung haben. Im Zweifelsfall sollte man sich darauf auch nicht versteifen. Für Neulinge mit genauer Vorstellung, aber großer Sorge ums Sattsehen am Wunschmotiv gilt: druckt euch etwas Ähnliches mal aus und hängt es an einen Spiegel den ihr öfter betrachtet. Wenn ihr es nach Monaten noch immer schön findet, ist es unwahrscheinlich das es euch schnell aus dem Hals hängt und ihr schon das erste Tattoo bereut. Fällt die Wahl auf ein gerade im Bekannten- oder Prominentenkreis beliebtes Motiv mit im besten Fall ideeller Bedeutung (Stichwort: Unendlichkeitsschleife), so überlegt es euch mindestens zehn mal, ob ihr dem Trend folgen wirklich folgen, oder doch lieber individuen sein wollt. denn irgendwann steht ihr im freibad, und plötzlich trägt jeder dieses motiv.

Uhrzeiten, Koordinaten, Namen und Initialien von Kindern oder Geburts- und/oder Sterbedaten sind sehr beliebt und fast immer mit großen persönlichen Bedeutungen behaftet – aber würdet ihr je die Namen eurer Kinder vergessen, dass ihr sie euch tätowieren lassen müsst? Wohl kaum. Überlegt euch ein schönes Motiv, oder lasst euch beraten; kleine Namen oder Daten lassen sich fast immer in aussagekräftigere Motive einbinden.

Weitere Hilfestellung

Das hilft dir alles nicht Ansatzweise weiter, weil du einfach nicht Tattoo-kreativ bist? Such' dir einen professionellen Tätowierer, dessen persönlichen Stil du großartig findest, und lass ihm freie Hand mit einem Entwurf für dich. Er wird dich fragen, welche motivlichen No-Go's du hast, welche Körperstelle dir vorschwebt oder wiviel Geld du ausgeben möchtest und kann dir etwas völlig Einzigartiges entwerfen.

Vermeide die spezielle Google-Suche nach Tattoos! Fast alles ist auch tätowierbar; limitier' dich nicht selbst durch die Arbeiten Anderer, sondern wähle Dinge aus, die du liebst: Orte, Persönlichkeiten, Blumen, Zeichnungen*, Kunstobjekte, Wanderrouten, Meerestiere – deiner Vorstellung sind keine Grenzen gesetzt.

“Tattoos arbeiten in der Haut und verändern sich mit der Zeit.”

*: bedenke, das so ziemlich jedes Werk irgendwie tattootauglich umgearbeitet werden muss. Tattoos 'arbeiten' und verändern sich im Laufe der Zeit in der Haut, sollten deshalb nicht zu klein und fitzelig, oder zu blass angelegt werden.